| Test: Phottix Geo One |
| Dienstag, 10. November 2009 um 16:12 |
![]() Wer unsere Seite kennt, der weiß dass wir ständig neue Geräte testen um Sie in unser Portfolio aufzunehmen. Oder eben auch nicht. Diesmal haben wir den Phottix Geo One getestet. Bestellt haben wir den Phottix über Ebay in den USA. Der Preis lag bei umgerechnet ca. 83 EUR + ca. 12 EUR Versand. Leider mussten wir das Gerät am Zoll abholen, da es nicht ausreichend deklariert war. Dazu 3,7% Zoll für eine "Baugruppe zur Positionsbestimmung" und 19% Mehrwehrsteuer fällig. Schlussendlich also ca. 118 EUR und eine Fahrt zum Zoll. So kann es einem eben bei Direktimporten ergehen ... Der erste Eindruck Auf den ersten Blick könnte man meinen, das Gerät sei ein exakter Klon des Nikon GP-1. Und auch die Anleitungen sind sich sehr ähnlich. Wer allerdings genau hinsieht bemerkt die Unterschiede. So zum Beispiel das billiger wirkende, etwas störrische und viel zu lange Kabel für Nikon-10-Pin (D200-700 und D2x-3s). Das Stecker am Kabel für D90 und D5000 (ohne Abbildung) ragt leider genau wie beim Nikon GP-1 senkrecht aus dem Gehäuse. Probleme sind da vorprogrammiert. Der Geotagger selbst macht optisch direkt einen guten Eindruck. Auch über die Verarbeitung kann man nicht meckern. Abgesehen von den etwas billig wirkenden Kabeln. Stabil, wenngleich etwas wuchtig gelöst, fällt die Fixierung des GPS-Kabels am Geotagger aus. Und was kann der Geotagger von PhottixKurz gesagt: Das selbe wie der Nikon GP-1. Solange ausreichend GPS-Empfang besteht schreibt er die GPS-Koordinaten, die Höhe, die GPS-Zeit und das Datum in die EXIF-Header der Bilddateien. Mangels Indoor-Funktion bleiben so Bilder in Kirchen, Burgen oder engen Altstadtgassen leider meist ohne GPS-Information. Die Stromversorgung wird vom Kamera-Akku geleistet und die GPS-Empfangsstärke sowie die Startzeiten (TTFF) entsprechen dem Stand der Technik. Energie!Einen An-/Ausschalter kennt der Phottix ebenso wenig wie der Nikon GP-1. Sobald die Kamera angeschaltet wird, geht der GPS-Empfänger auf Satellitensuche. War der Zeitraum bis zum GPS-Ruhezustand im Kamera-Menü zu kurz gewählt, schaltete sich der Phottix in unseren Tests ständig aus, bevor er die Position überhaupt berechnet hatte. Zur Erklärung: Nikon hat diese Funktion eingeführt um den Kamera-Akku zu schonen. Ist der Ruhezustand deaktiviert, rattert der Auto-Belichtungsmesser unaufhörlich vor sich hin und der Akku ist in wenigen Stunden leer. Unserer Erfahrung nach ist die Aktivierung des Ruhezustandes nach 6s bei Dawntech und Solmeta ein geeigneter Wer. Beim Phottix Geo One sollten es nach unseren Tests 30s, oder besser 45s sein. FazitPro
Kontra
Aus unserer Sicht kommt er nicht an die Leistung bewährten Geräte von Solmeta oder Dawntech heran. Hätte er eine Indoor-Funktion und einen An-/Ausschalter, dann hätten wir es uns überlegt. Funktionell entspricht der Phottix Geo One dem Entwicklungsstand der Geotagger von Dawntech und Solmeta vor ca. 2 Jahren. Diese haben jedoch in der Zwischenzeit dank ihrer Erfahrung auf die Anforderungen der Nutzer reagiert und Nützliches wie die Indoor-Funktion, den Direktstart, einen zusätzlichen Tracklogger oder den Kompass für die Blickrichtung integriert. Wir haben beschlossen den Phottix Geo One vorerst nicht in unser Sortiment aufzunehmen. Eigentlich Schade, denn Konkurenz belebt das Geschäft ... |