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Test: Solmeta Geotagger Pro Prototyp an Nikon D300
Freitag, 23. Oktober 2009 um 10:45

**** UPDATE 27.11.2009 ****

Mittlerweile haben wir den Release Candidate zum Testen bekommen und haben beschlossen diesen zu bestellen!

Die Neigungskompensation des neuen 3D-Kompass Kompass funktionierte nun in unseren Tests. Das heißt der Kompass des Solmeta Geotagger Pro ist quasi unempfindlich.

Das Neigen der Kamera der Seite wird noch nicht voll kompensiert. Hochformataufnahmen mit Kompass sind also leider immer noch nicht möglich. 

Auf die Anfrage, ob hier noch Verbesserungen per Firmware-Update zu Erwarten sind haben wir vor Wochenende noch keine Antwort von Solmeta bekommen. Demnächst mehr ...

**** END UPDATE 27.11.2009 ****

 

Nachdem wir schon vor Monaten einen "alpha"-Prototypen bekommen hatten, haben wir endlich einen fast fertigen Solmeta Geotagger Pro zum Test erhalten! Dieser erste Test befasst sich mit der Funktionalität beim Anschluss des neuen Geotaggers an eine GPS-fähige Nikon DSLR.

Die Funktionen zum universellen Einsatz des GPS an Kameras mit Standard-Blitzschuh werden später in einem separaten Testbericht behandelt!

Zusammenfassung

Unsere Tests lassen ein tolles Gerät erahnen. Solange wir aber kein voll funktionierendes Gerät zum Test erhalten haben, werden wir das Produkt nicht in unser Sortiment aufnehmen!

Gerade der 3-Achsen Kompass - eines der Hauptfeatures - bereitet noch Probleme. Und wir werden warten bis er funktioniert!

Es gibt zwar im Netz einen positiveren englischen Testbericht der im September verfasst wurde. Doch schon die Beschreibung der noch gar nicht erhältlichen Verpackung lässt uns Vermuten, dass Tester seinen Teil hinzugedichtet hat. Der Autor wusste in einem Forum auch vom definitiven Verkaufsstart am 11. Oktober. Nun ja, heute ist der 23te! Und Solmeta spricht von anhaltenden Vorbereitungen ... 

Was soll der Neue (besser) können?

Bevor es zum Testen geht eine kleine Bestandsaufnahme. Zunächst soll der Solmeta Geotagger Pro die selben Funktionen wie der Solmeta Geotagger N2 beherrschen:

  • Schreiben von GPS-Informationen direkt ins EXIF von JPG und RAW/NEF 
    • Geografische Länge
    • Geografische Breite
    • Höhe über Meer
    • GPS-Datum 
    • GPS-Zeit (UTC)
  • Schreiben der Kompass-Blickrichtung direkt ins EXIF von JPG und RAW/NEF
  • Auto-Indoor-Funktion

Hinzu kommen einige neue Funktionen:

  • monochromes LED-Display zur Anzeige aller Werte
  • Die Kompass-Blickrichtung soll nun weitgehend unabhängig von Kamerahaltung sein (Hochformat/Querformat/Schrägformat)
  • 60.000 Punkte Tracklog
  • Anzeige der Kameraneigung ("elektronische Wasserwaage")
  • Anzeige der aktuellen Geschwindigkeit
  • Anzeige der Temperatur
  • Anzeige der Anzahl der aktuell empfangenen GPS-Satelliten
  • Schnittstelle für Firmware-Updates
  • Akku-Ladestand-Anzeige

Leider hat er auch Funktionen eingebüßt. So fehlt ihm die bei Solmeta Geotagger N1 und N2 vorhandene Fernauslöserbuchse und die auffälligen farbigen LEDs zur Anzeige der Betriebszustände.

Der erste Eindruck

Solmeta hat sich sichtlich Gedanken um das Design gemacht.  Die meisten bisherigen Geotagger folgen dem Quadratisch-Praktisch-Gut-Prinzip. Der Solmeta Geotagger Pro kommt dagegen ganz sportlich daher und macht einen wertigen Eindruck. Noch fehlt jedoch der letzte Schliff, wie zum Beispiel die Beschriftung der Bedientasten.

Gleich mit dem Testgerät flatterte eine E-Mail mit einem Firmware-Update ins Haus. Die Installation der neuen Version verlief unproblematisch.

An der Längseite des Solmeta Geotagger Pro befinden sich drei Bedienknöpfe. Ein Bedienkonzept das mich ein wenig an meine erste Digitaluhr in den 80er Jahren erinnert.

Der erste Start

Dank des etwas größeren und oben aufgewölbten Gehäuses konnte Solmeta nach unserem Gefühl die Antenne und somit die Empfangsleistung optimieren. Der Zeit zum ersten Fix (TTFF) erscheint uns kürzer. Wie gewohnt zeigt die D300 im oberen Display den GPS-Status an. Gleichzeitig lassen sich alle Werte live am Display ablesen. Ansonsten funktioniert der Geotagger unauffällig und gut. Beim Auslösen werden die GPS- und Kompassinformationen in die Bilddatei (RAW/NEF und JPG) geschrieben.

Der 3-Achsen-Kompass

Um den Kompass gute Ergebnisse zu entlocken muss dieser kalibriert werden.  Es geht darum die ortsabhängige Kompass-Mißweisung auszugleichen und das spezifische magnetische Störfeld der Kamera samt Objektiv und relevantem Zubehör(Bateriegriff, ...) auszugleichen. In unseren Tests funktionierte der Kompass noch nicht perfekt. Die Neigungskompensation war nicht völlig gegeben und auch die Kalibrierung wollte nicht immer klappen. Allerdings konnten wir bei horizontaler und senkrechter Kameraführung  feststellen, dass der 3-Achsen-Kompass grundsätzlich funktionieren sollte. Solmetas Stellungnahme:  "We do the compass calibration on our test samples and get accurate results. I think the problems maybe lie on your Pro sample."

Die Neigungsanzeige

Auch die Neigungsmessung klappte in unserem Fall nicht hundertprozentig. Wir gehen davon aus, dass der Fehler mit dem des 3-Achsen-Kompass zusammen hängt. So pendelte sich der Wert auf ebener Tischplatte für die Seitenneigung auf 4° ein. Der Neigungswert für die Linsenachse wurde mit 0° richtig ermittelt. 

Wir testen weiter ....